Über uns

FSCI arbeitet mit seinen Partnern, um den Teufelskreis von Armut in Südosteuropa zu durchbrechen.

Der Veränderung verpflichtet

FSCI hat seine Wurzeln in der Arbeit, die Trussell Trust (britische NGO) zuerst in Bulgarien begonnen hat. Diese Arbeit hat sich auf die umliegende Region ausgeweitet. Wir helfen zu verhindern, dass Kinder ausgesetzt und junge Menschen in Kriminalität, Prostitution und Menschenhandel gezwungen werden. Wir zeigen durch unsere Programme, dass es bessere Wege gibt, sozial benachteiligten und ausgegrenzten Menschen und Gruppen zu helfen. So möchten wir Teil eines Wandels sein hin zu einer integrativeren Gesellschaft, in der jeder die Chance auf ein erfülltes Leben hat.

Stiftung
Auf einer soliden Plattform aufbauend wollen wir Menschen helfen, dauerhafte Ergebnisse zu erzielen.

Für
Wir glauben, dass Dinge besser sein sollten und auch können.

Soziale Veränderung
Wenn Menschen zusammenarbeiten dann verwandeln sie Gemeinschaften und Gesellschaften, aber….

Und
….Verwandlung kann nicht geschehen, es sei denn…..

Inklusion
…jeder macht mit.

Ausgesetzt

Hunderte von Kindern werden jeden Monat in Südosteuropa ausgesetzt und sich selbst überlassen.

Sterblichkeit

Die Säuglingssterblichkeit ist hoch und Familienplanung häufig viel zu teuer.

Schutzlosigkeit

80% der bulgarischen Kinder in Pflegeeinrichtungen sind ethnisch Roma. Diese Rate ist in anderen Ländern ähnlich überdurchschnittlich hoch.

Ausführlich:

Das Programm Haus der Chance

Jedes Jahr verlassen tausende junger Menschen auf dem Balkan staatliche Institutionen und Pflegeeinrichtungen. Mit einem Mangel an angemessener Bildung, keine Ahnung davon, wie die reale Welt funktioniert, keine Familie, die sie unterstützt und keine Hilfe vom Staat, sind sie gezwungen, ihren eigenen Weg im Leben zu gehen.
Viele werden Opfer von Menschenhändlern und Zuhältern, andere leben in extremer Armut. Viele werden dann wiederum ihre eigenen Kinder aussetzen. Und das wiederholt sich dann in den nachfolgenden Generationen – so entsteht ein Kreislauf.

Prävention, nicht Rettung
Unser Programm Haus der Chance (House of Opportunity Programme, HOP) bietet jungen Erwachsenen, die die Pflegeeinrichtung verlassen, bis zu zwei Jahre Schulung in Lebenskompetenzen, Beschäftigungsmöglichkeiten und Unterkunft in einem familienähnlichen Wohngemeinschaften an. Das FSCI-Team verfügt über Erfahrung und Wissen, wie man ein Ausbildungsprogramm aufbaut und durchführt, um benachteiligte junge Menschen mit den Werkzeugen auszustatten, die sie brauchen, um ein erfolgreiches, selbständiges Leben fern von Kriminalität und Prostitution zu führen. Auf diese Weise werden diese jungen Menschen bewahrt vor Kriminellen und Ausbeutern – und so vor Traumata und den daraus resultierenden langfristigen psychischen und physischen Schäden. Es gibt auch finanzielle Vorteile: eine Verringerung der Kriminalität und teure Rehabilitationsprogramme. Außerdem werden HOP-Absolventen später zu Steuerzahlern und Mitwirkenden in ihrer Gemeinschaft.

Die Auswertung zeigt, dass echte Veränderung möglich ist. Eine aktuelle Studie zeigt, dass 53 Prozent der jungen Menschen, die am Programm teilnehmen, angefangen haben zu arbeiten; 74 Prozent haben ihre sozialen Fähigkeiten verbessert; 25 Prozent haben ihr Bildungsniveau verbessert oder sind dabei; 78 Prozent haben nach dem Programm einen eigenen Platz zum Leben. Und 100 Prozent haben ihre Gesundheit erhalten oder sogar verbessert.

Wie funktioniert dies?
Unsere Wohngruppen-Ausbildungszentren rüsten junge verletzbare Menschen aus mit den Fähigkeiten, die sie für ein erfolgreiches und unabhängiges Leben benötigen.

Haushaltsplanung und EDV:
Häuser der Chance ermöglichen den Bewohnern notwendige Lebenskompetenzen zu erlernen und die Schule abzuschließen. Solche, die in staatlichen Einrichtungen aufgewachsen sind, haben hier besonders einen großen Mangel und viele wurden in der Schule ausgegrenzt.

Ausbildung und Arbeit:
Wir arbeiten mit den Bewohnern zusammen, um sie bei ihrer Weiterbildung zu unterstützen oder ihnen zu helfen, sich um einen Arbeitsplatz zu bewerben und ihn dann auch zu behalten. HOP Mitarbeiter pflegen gute Beziehungen zu lokalen Arbeitgebern.

Kochen lernen:
Als Stoyil ins Haus der Chance kam war er nicht in der Lage, Messer und Gabel zu benutzen. Jetzt ist er ein großartiger Koch! Das Erlernen grundlegender häuslicher Fähigkeiten ist Teil des persönlichen Entwicklungsplans jedes Bewohners.

Wohngemeinschaften mit Familiencharakter:
Hauseltern bieten jedem Bewohner individuelle Betreuung in einer sicheren, fürsorglichen Umgebung. Dies ist vielleicht der wichtigste Faktor für den Fortschritt eines Bewohners.

Was kostet all das?
FSCI und seine Partner betreiben 10 Häuser in Bulgarien, Serbien, Kroatien und Albanien.

Es gibt auch Pläne, mit unseren Partnern in Mazedonien, Moldawien und Griechenland Häuser der Chance zu entwickeln (wo das Programm gegebenenfalls angepasst werden kann, um unbegleiteten jungen Flüchtlingen zu helfen).

Jedes Haus der Chance kostet zwischen € 25.000 und € 35.000 pro Jahr, je nachdem, in welchem Land und in welcher Stadt es sich befindet.

Typische monatliche Kosten für Sofia:
Miete möglichst kostenfrei*
Mitarbeiter Gehälter: € 1.150
Lebensmittel für Bewohner: € 320 (für 5 Bewohner)
Unterhaltskosten: € 175

Typische monatliche Kosten für Serbien:
Miete: € 265
Mitarbeiter Gehälter: € 1.650
Lebensmittel für Bewohner: € 400 (für 5 Bewohner)
Unterhaltskosten: € 200

*Wir bemühen uns um mietfreie Wohnungen von Stadtverwaltungen; aber wo der Bedarf groß ist und wir gute Partner haben, mieten wir auch geeignete Appartements.

Helfen Sie mit bei der Unterstützung des Programms Haus der Chance?

Zahlen

Es leben mehr als 11 Millionen Roma in Südosteuropa.

Ausbeutung

Viele Tausende aus Südosteuropa werden jedes Jahr Opfer von Menschenhandel. Auf diese Weise verdienen kriminelle Organisationen mehrere Milliarden Euros.

Sozial benachteiligt und ausgegrenzt

Über 80% der über 700.000 Roma in Bulgarien leben unterhalb der Armutsgrenze - in anderen Balkanstaaten ist das nicht viel anders. Die Roma sind die am stärksten benachteiligte Gruppe in Europa und haben aufgrund des sehr schlechten Zugangs zu Bildung, Beschäftigung, Gesundheitsversorgung und Rechtsvertretung kaum Möglichkeiten, aus der Armut auszubrechen.

Armut

Die Roma-Minderheiten leben den gleichen Bedingungen wie die der Dritten Welt, wobei die Roma im Index für menschliche Entwicklung (HDI)* so niedrig eingestuft werden wie einige Länder in Subsahara-Afrika. * Ein Wohlstandsindikator der Vereinten Nationen, der Chancen für Gesundheit, Wohlergehen, Bildung und wirtschaftliche Entwicklung bewertet

Ausführlich:

Das Programm der frühkindlichen Bildung

Ausgeschlossen, sozial benachteiligt, gefangen
Die Roma-Gemeinschaft in Bulgarien ist sozial sehr benachteiligt und ausgegrenzt; sie wird mit Vorurteilen und Argwohn behandelt. Die Menschen in einigen Teilen der Gemeinschaft leben in extremer Armut und haben einen sehr schlechten Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung. Es gibt einen schlimmen Zyklus der Generationenarmut, aus dem deren Kinder nur sehr schwer entkommen können.

Bildung ist ein Schlüsselfaktor, um aus diesem Armutszyklus herauszukommen, weil diejenigen mit Grundqualifikationen, wie z.B. das bulgarische Schuldiplom, viel bessere Chancen haben, eine legale Beschäftigung zu finden.

Für junge Roma-Kinder, die erfolgreich in das Bildungssystem eintreten, bestehen jedoch erhebliche Hindernisse. Studien zeigen, dass die Gründe für das generelle Versagen der Bildungsarbeit mit Roma sehr komplex sind.

Folgende Gründe sprechen dafür, dass Roma-Kinder Schwierigkeiten haben, sich an das schulische Umfeld anzupassen und sich weiter in die Gesellschaft zu integrieren:

  • Geringe Alphabetisierung und Qualifikation bei erwachsenen Roma; extreme soziale Isolation der Roma-Gemeinschaft;
  • Niedriger Lebensstandard (ein Faktor für geringen Schulbesuch, unvollständige Teilnahme an Bildungsaktivitäten und hohe Quote von Schulabbrechern);
  • Mangel an guten Erziehungsfähigkeiten und verantwortliche Elternschaft in der Gemeinschaft;
  • Hohe Arbeitslosenquote bei ethnischen Minderheiten;
  • Mythen, Einstellungen und Vorurteile, die Ausgrenzung verstärken.

Die Folge ist ein schlechter Schulbesuch und ein hoher Anteil an Schulabbrechern. Weniger als 10 Prozent der Roma-Kinder in Bulgarien beenden die weiterführende Schule. Dies führt zu Schwierigkeiten beim Finden einer legitimen Beschäftigung. Dadurch arbeiten junge Menschen in schlechtbezahlten Jobs mit geringer Qualifikation oder werden in kriminelle Aktivitäten verwickelt.

Wie unsere Kindergärten funktionieren
Unser Programm der frühkindlichen Bildung besteht aus speziellen Kindergärten, die auf individuelle Gemeinschaften zugeschnitten sind. Durch die Zusammenarbeit mit Familien wollen wir sozial benachteiligten Kindern Bildung ermöglichen.

Spezialistenteam:
Eine Mischung aus Erfahrung und lokalem Wissen ist notwendig, um ein höheres Bildungsniveau in den Roma-Vierteln zu erreichen.

Unterricht:
Grundlegende Lese- und Rechenfähigkeiten sowie kreatives Spielen bereiten Kindergartenkinder auf die Grundschule vor.

Investition in Familien:
Mitarbeiter bauen Beziehungen zu jeder Familie auf, um sie zu ermutigen, ihre Kinder lernen zu lassen, so dass diese Selbstvertrauen und Fähigkeiten entwickeln können.

Beziehungen innerhalb der Gemeinschaft:
Förderung der Wichtigkeit von Bildung innerhalb der ganzen Gemeinschaft und Bereitstellung anderer nützlicher Dienstleistungen wie z.B. Beratung zum Thema Wohnraum und Unterkunft.

Wegweisend:
Sevda ist Teil des Teams im Kindergarten Fakulteta in Sofia. Sie ist eine engagierte Verfechterin der Bildung in Roma-Gemeinschaften.

„Seit meinen frühen Jahren arbeite ich ehrenamtlich in verschiedenen NGOs, die in unserer Gemeinschaft tätig sind. Nach meinem Abschluss zur Hilfslehrkraft wurde ich Teil des FSCI-Teams, das in Fakulteta arbeitet, wo ich aufgewachsen bin und lebe. Ich möchte ein gutes Beispiel für die jungen Menschen in unserer Gemeinschaft sein und ihnen und ihren Eltern helfen, ihre Einstellung gegenüber Bildung und zu früher Eheschließung zu ändern.“

Über Bulgarien hinaus…
FSCI arbeitet daran, dieses Modell auch in anderen Roma-Gemeinschaften einzuführen. In Partnerschaft mit A2B Albania haben wir im September 2016 ein Kinderzentrum in Peqin, Albanien, eröffnet.

Wir haben auch die Gründung eines Kinderzentrums (Early Learning Center) in Chisinau, Moldawien, von unseren Partnern Beginning of Life unterstützt.

Die Kosten
Der Betrieb unseres Kindergartens kostet € 19.000 bis € 25.000 pro Jahr

Typische mtl. Kosten für Fakulteta in Bulgarien:
Miete: € 95
Mitarbeitergehälter: € 1.050
Lebensmittel für Kinder: € 105
(12 Kinder pro Tag)

Typische mtl. Kosten für Peqin in Albanien:
Miete: € 100
Mitarbeitergehälter: € 1.120
Lebensmittel für Kinder: € 880
(Frühstück und Mittag für 45 Kinder pro Tag)

Helfen Sie mit bei der Unterstützung des Programms der frühkindlichen Bildung?

Unqualifiziert

Weniger als 15% der bulgarischen Roma-Kinder beenden die weiterführende Schule.

Arbeitslosigkeit

In vielen Roma Gegenden liegt die Arbeitslosenquote bei 80 bis 85%. Nur 80% können Lesen und Schreiben.

Wasser

Mehr als 40% der Roma haben keinen Zugang zu fließendem Wasser.